Sonntag, 2. Mai 2010

Update!

Freunde der Eruption,

förmlichst entschuldige ich mich dafür, dass ich diese Seite in den letzten Wochen so schrecklich vernachlässigt habe. Vieles ist passiert, und ehrlichgesagt, ich war einfach viel zu faul zum schreiben.

Aber fangen wir mal vorne an. Zuerst möchte ich euch von Ostern berichten, das auch hier gefeiert wird, was manch einer vielleicht nicht glauben mag. (Wie viele von euch haben mich gefragt, ob es das hier auch gibt?) Anders als erwartet, gibt es auch hier in aller Form den Osterhasen-Kommerz, allen voran eine Schweizer Schokoladenfabrik, die völlig sinnlos überteuerte goldene Osterhasen mit rotem Glöckchen angeboten hat. 6 Dollar für so ein Teil sind wirklich nicht angemessen. Daneben waren auch Schokoeier und viel anderer Schnickschnack zu erwerben. Wieder anders als erwartet gab es aber eines nicht, für mich absolut unverständlich, das gute alte gefärbte Osterei. Weder vorgefertigte bunte Partyeier, noch Farben zur Ausfüllung der eigenen künstlerischen Fähigkeiten waren irgendwo in Sicht. Anscheinend bleiben hier die Ostereier weiß/braun oder es gibt sie einfach gar nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als mein letztes verbliebenes gekochtes Ei mit einem blauen Textmarker zu verschönern. Man muss sich nur zu helfen wissen!

Nächstes Großevent: mein Geburtstag. Da in der Zwischenzeit das Wetter in Cairns traumhafte Ausmaße angenommen hatte (40° und Sonnenschein jeden Tag) wurde dieser in der hiesigen Lagune begonnen. Abends konnte ich ganze 5 Gäste aus aller Welt an meinem Tischlein im Griechischen Restaurant zählen (thanks mates!), mit denen ich Bauernsalat, Vegi-Moussaka und Grillhuhn dinieren konnte. Im Anschluss wurde die Runde noch um einige Franzosen und einen Amerikaner erweitert, mit denen es dann in die Backpackerabsteige „Woolshed“ ging. Dort wurde dann noch zu aktuellen und älteren Chartshits und Elektro getanzt. Mein Abend wurde allerdings nicht ganz so spät wie man vielleicht denken mag, schließlich sollte es am nächsten Tag früh losgehen zum Flieger nach Brisbane. Was im Nachhinein leider zu früh war, wie gerne wäre ich doch noch länger in Cairns geblieben und hätte mit den besten Leuten auf diesem Kontinent (ja, gleichrangig mit der Melbourne Crew) das Leben weiter genossen. Aber man kann bekanntlich nicht alles haben.

So und nun sitze ich in Brisbane, habe ein paar sehr nette Menschen auf dem Zimmer und kann mich beim aktuellen Regenfall im Hostel langweilen. Die Temperaturen geben mir schon mal einen bösen Vorgeschmack auf Deutschland mit kalten 25° und zu guter Letzt kamen ja auch noch einige ungünstige Nachrichten von tückischen Aschewolken über Europa hinzu. Was zur Hölle ist denn bitte mit Island los? Wollten die sich mal wieder ein wenig mehr ins aktuelle Gedächtnis der Weltgeschichte schieben? Als hätte man nicht genug Probleme. Wunderbar zu hören fand ich allerdings, nach einigen Tagen des Stillstands auf den deutschen Flughäfen, den Kommentar eines Politikers zur Bild Zeitung: Man würde sich in unserem Land ja viel zu viele Gedanken über die Sicherheit der Flugzeuge machen, stattdessen sollte man mal an all die armen gestrandeten Touristen in den Fernen Ländern denken! Hat man da noch Worte??? Um wieviel wetten wir, dass über die Hälfte der Menschen begeistert noch ein paar Tage länger am Meer verbringen, wo es dann auch noch von den Reiseveranstaltern gezahlt wird?

Auch im fernen Australien konnten wir die Auswirkungen des Vulkans spüren. Zum Beispiel konnte eine meiner Reisebekanntschaften namens Romina nicht ihren Rückflug antreten. Also sie hätte schon, aber dann hätte sie in Seoul/Korea gesessen und dumm aus der Wäsche geguckt. Das Gute an der Sache: ihr neuer Flugtermin ist der 2.5., mit mir zusammen in einem Flieger. Das heißt, wenn nicht wieder irgendwo ein Vulkan faxen macht.

In diesem Sinne,

frohes plane spotting!

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