Samstag, 20. März 2010

Worst Case Szenario

Freunde der Naturgewalten,

„Fasten Your Seatbelt“

schreit es heute jedem aus den örtlichen Zeitungen und Nachrichtensendungen entgegen. Grund dafür: der aktuelle Cyclon vor der Küste. Da hat sich die Dame in der Eisdiele wohl etwas verschätzt mit der Annahme, dass dieser auf die Region Rockhampton trifft. Entweder das oder ich bin einfach vom Pech verfolgt. Zentrum des Blasebalgs ist nämlich genau hier, die Küstenregion Townsville. Und da ich ja nichtmal auf dem Festland bin sondern auch noch vor Townsville, wird der Cyclon heute Nacht gegen 1 Uhr (16 Uhr Deutsche Zeit) mit ungehinderter Wucht auf Magnetic Island treffen. Windgeschwindigkeiten von 170 km/h und verdammt viel Regen wird erwartet.

Was wiederum auch was gutes hat. Die Dormhütten hier im Hostel sind nämlich nicht besonders Wasserdicht, jedenfalls nicht bei solchen Regenmengen. Deshalb wurde allen Insassen dieser Räumlichkeiten ein kostenfreies Uprgrade in ein Doppelzimmer gegeben (damit alle „nice and safe“ sind, O-Ton der Rezeptionistin). Da brat mir einer nen Storch (und die Beine recht knusprig^^)! Nun teile ich mir ein kleines gemütliches Zimmer mit einer Schweizerin, der ich heute Morgen ungewollt ein wenig das Leben schwer gemacht habe… I’m sorry!

Des Weiteren kann ich berichten, mir gestern ein feines Abendessen in der ansässigen Bar gegönnt zu haben, gebackener Tasmanischer Brie mit irgendeinem undefinierbaren Chutney, Rösti und Salat. Sehr lecker! Dazu habe ich noch zwei nette Menschen aus Holland und Kanade kennengelernt, die mir den ganzen Abend von ihren weiten Reisen um die ganze Welt berichtet haben. Ich hoffe, eines Tages auch so viel erzählen zu können, war wirklich interessant.

Heute Morgen war wieder mal tierischer Besuch im Küchenbereich angesagt. Zwei knallbunte Papageien saßen auf den Stuhllehnen und ließen sich mit Äpfeln und Müsli füttern. Zum Dank sind die Kerlchen ihren Gönnern dann auf Armen und Schultern herum gehüpft. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei.

Mein Tageshighlight für heute war allerdings mein kleiner Ausflug nach Nelly Bay im Südosten der Insel. Die Bucht ist an sich nicht weiter spannend, wie jeder andere Strand in diesen Breiten auch. Jedoch hatte ich einen neugierigen kleinen Gast auf der Piermauer entdeckt, ein Wallaby (kleines Känguru) spähte dort durch die Felsbrocken und ich konnte ein paar Schnappschüsse ergattern. Es war auch noch ein Joey dabei, aber der war noch zu schreckhaft und ist bei jeder noch so kleinen Bewegung von mir geflohen.

In diesem Sinne,
wünscht mir Glück und das ich überlebe! (Haha, nein so schlimm wird’s nicht^^)


Ganz schön windig hier!

Am liebsten hätt ichs mitgenommen :-)

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