Donnerstag, 25. März 2010

Melancholie

Freunde des hohen Nordens,

nach meinem kurzen Zwischenstopp auf der Reise gen Äquator bin ich nun am Ziel meine Bustickets angekommen: Cairns, Tropengroßstadt und Backpackerzentrum in Queensland. 2 ½ Monate, … km und ca. 65 Stunden Busfahrt liegen nun hinter mir, seit ich Mitte Januar in Melbourne aufgebrochen bin. Das ist schon ein ganzer Brocken, würde man das auf Europa übertragen käme man wahrscheinlich einmal um den ganzen Kontinent herum.

Wie dem auch sei, auch hier oben im Traum vieler Daheimgebliebener ist das Leben nicht besser als überall sonst: es regnet. Klar, ist ja auch immer noch Regenzeit. Aber immerhin konnte ich einer altbekannten Institution wieder beitreten: dem Greenhouse, hier Northern Greenhouse. Glücklicherweise habe ich ein Zimmer voller netter Menschen bekommen, okay 2 davon sind etwas eigenartig. Die Schwedin ist unfreundlich und die Engländerin könnte ihr Bett direkt im Bad aufstellen, so viel Zeit verbringt sie darin. Das Hostel ist um einen Innenhof mit Pool angelegt, dessen Zugang sich direkt vor meiner Zimmertür befindet und hat zusätzlich auch mal wieder ordentliche soziale Einrichtungen (in denen ich mich gerade befinde, neben mir zwei Jungs die „Banana Pancakes“ auf der Gitarre spielen, herrlich^^). Aber ich wäre keine gute Deutsch, wenn ich nichts zu meckern finden würde. So hat man hier zwar freies Internet, jedoch wird dieses auf 30 Minuten beschränkt, sogar WIFI. Kann man es denn glauben? Oder besser gesagt, du kriegst die Tür nicht zu! Außerdem ist BYO nicht erlaubt, was bedeutet: kein Goon im Fridge! Dies kann man aber schlau umgehen, indem man diesen einfach im kleinen Kühlschrank in seinem Zimmer aufbewahrt. Anscheinend ist aber noch niemand auf die Idee gekommen und alle kaufen an der Bar…

Cairns wird erstmal ein längerer Aufenthaltsort werden, was danach kommt, ist ungewiss. Um ehrlich zu sein, schweifen meine Gedanken in letzter Zeit oft zurück nach Melbourne und eine innere Stimme schreit nach einem Flugticket in mein „Home away from home“. Aber wäre es das Gleiche? Wäre ich maßlos enttäuscht, weil ich die guten alten Zeiten herbeisehne, die natürlich nicht mehr weiterzuführen sind? Wäre es besser, einfach alles in guter Erinnerung zu behalten? Fragen über Fragen. Ich werde abwarten müssen, was die Zeit mir bringt.

In diesem Sinne,
frohes Nachdenken über längst Vergangenes!

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