Freitag, 19. März 2010

Eine Insel mit 2 Bergen

Eine Insel mitten im Meer,


eine Insel da wär das Leben nicht schwer…

Freunde des Alternativtourismus,

was schon Farin Urlaub wusste, kann ich nun voll und ganz bestätigen: Inseln sind was feines!

In meinem Falle handelt es sich aber nicht um ein kleines unbewohntes Inselchen, sondern um Magnetic Island, eine Insel mit eigener Infrastruktur und mehreren netten Ortschaften. Wer hier ein geregeltes Partyleben sucht, ist fehl am Platz. Ruhe und Beschaulichkeit dominieren das Bild.


Mit einiger Verspätung habe ich gestern Abend mein Ziel erreicht. Zuerst fuhr der Greyhound eine ganze Stunde später ab, als ausgeschrieben. Der arme Busfahrer tut mir jetzt noch leid. Er sah sich am Terminal in Airlie Beach einer riesigen Horde Backpackern gegenüber, die alle gleichzeitig ihr Gepäck verstauen und ein sonniges Fensterplätzchen ergattern wollten. Aber so nicht, meine Lieben. Da hat die Meute nicht mit dem strengen Regiment des diensthabenden Fahrers gerechnet. Jedes Gepäckstück musste sicher verstaut werden und die Fahrgäste hatten zugewiesene Sitzplätze. Ich habe glücklicherweise 2 Plätze für mich alleine gehabt.

Von Townsville gings weiter mit der Fähre nach Magnetic Island. Das Übersetzten war eine reine Achterbahnfahrt, die kleine Fähre wurde ordentlich durchgeschüttelt, hohe Wellen sind an Deck geklatscht und haben 2 kleine Jungs, zur Belustigung des gesamten Decks, durchnässt.

Auf der insel angekommen muss man mit einem Bus weiter zu seiner jeweiligen Destination fahren. Dieser hatte allerdings schon ein hoffnungslos überfülltes Gepäckfach, als ich eintraf. So habe ich mich entschlossen, eine halbe Stunde auf den nächsten Bus zu warten. Der war dann so gut wie leer, was ein Glück!


Mein Hostel „Bungalow Bay Koala Village“ ist einfach unglaublich. Die Schlafsäle sind in einzelnen Spitzdachhäusern untergebracht, die über ein riesiges Gelände mit Campingplatz verteilt stehen. Dazu kommt noch ein hauseigener Wildpark, den man aber nur auf Führungen besichtigen kann. Trotzdem gibt es einiges an freier Natur zu bewundern. Auf meinem Weg vom kleinen Supermarkt am Strand zurück zum Hostel sprangen mir 2 Kängurus direkt vor die Füße. Amazing! Eines hat sich allerdings nicht mehr getraut, weiter zu hopsen, nachdem es den Menschen neben sich entdeckt hatte und machte kehrt.

Nach dem Kochen und Abspülen wollte ich später am Abend zurück in mein Häuschen gehen und sah mich einem kleinen Possum in der Tür zur Küche gegenüberstehen, welches auf Essensuche in den Mülleimern gehen wollte.

Neben diesen Kreaturen schwirren viele bunte Vögel und riesige Schmetterlinge durch die Gegend. Leider auch Moskitos, von denen so manch eines recht gefährlich sein kann, wie mir das Faltblatt über Dengue Fieber in den hiesigen Tropen verraten hat. Wollen wir mal hoffen, dass mir so etwas erspart bleibt. Sich am Strand mit übergroßen Fliegen, die auch noch stechen können zu prügeln, ist aber auch kein Spaß. Naja, irgendwo muss das Paradies ja einen Haken haben.


Das beste an der ganzen Sache: ich habe nach 2 Monaten wieder ein vernünftiges Federkernbett und KEIN REGEN!!!


Übrigens: der angekündigte Cyclon ist noch nicht auf die Küste gestoßen. Aber von dem werde ich wahrscheinlich auch nicht viel mitbekommen, man rechnet sehr viel weiter südlich mit dem Kerl.

In diesem Sinne,

frohes Wetterbericht-schauen!



Wir wollen hier weg!!!


Bungalow Bay Koala Village


Horseshoe Bay

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