Mittwoch, 3. Februar 2010

Ein Krankenhaus für Kuscheltiere

Freunde des wilden Lebens,

wieder einmal ging die Reise weiter.
Dem schönen Newcastle wurde am Freitag der Rücken gekehrt, nächstes Ziel: Port Macquarie oder einfach nur kurz Port genannt.
Laut unserem Hostelmanager Tony (ein netter Geselle, der einst selbst als Bakpacker durch Europa reiste) ist Port eine der wenigen nicht-touristischen Strandorte Ostaustraliens. Und das merkt man auch. Kein aufgemotzes Innenleben und keine unmengen an Souveniergeschäften. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine etwas ungewöhnliche Attraktion: eine Reihe bemalter Felsen, welche sich an der Strandpromenade aufreihen. Jeder ist herzlichst dazu eingeladen, sich auf einem der kleinen Monoliten zu verewigen oder Geburtstagsgrüße zu hinterlassen oder einen Heiratsantrag zu machen oder... Eingentlich findet sich zu jedem Anlass und zu jeder Nationalität ein bemalter Stein. Sogar Patrick und Spongebob durften nicht fehlen!

Nachdem Sanna und ich Samstags 2 Stunden lang in der Mittagssonne einen Wanderweg entlang der Küste erklommen, einen WILDEN Waran am Strand gesichtet haben und uns in der Sonne die Kopfhaut verbrannt hatten, konnte ich eine weitere Attraktion der Stadt begutachten: das australienweit (wahrscheinlich weltweit) einzige Koalakrankenhaus. Sozusagen endemisch. Hier werden verletzte kleine Glücksbärchis geheilt und gesundgepflegt. Auf unsere Tour durch das kleine Gehege lernten wir so allerlei neues über die süßen Kletteraffen, zB das die Jungen bei der Geburt gerade mal so groß sind wie der Nagel am kleinen Finger und das ausgewachsene Koalas ganze 18 Stunden am Tag verschlafen. Ja meine Lieben, im nächsten Leben werde ich Koala. Oder alternativ Hauskatze, aber das ist ein anderes Thema.

Langsam aber sicher merke ich dann auch, dass ich die gemäßigte Klimazone so langsam hinter mir lasse. Die Schmetteringe werden größer und es regnet immer öfter, wobei sich die Temperaturen auf dem Thermometer immer weiter nach oben hangeln. Man kann sich wahrscheinlich vorstellen, was dabei herauskommt. Eine Menge Schweiß. Wie gut, dass die Zivilisation auch hier schon soweit vortgeschritten ist, dass man Deodorant käuflich erwerben kann. Leider haben das noch nicht alle unsere Mitbürger rausbekommen...

In diesem Sinne,
blumige Grüße!







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