Freitag, 4. Dezember 2009

Fische im Wein

Freunde der guten Musik,

endlich kann ich den entspannenden Tönen von dä & co. wieder fröhnen. Die Internetecke im Hostel wurde kurzfristig zur Tauschbörse von Musikdateien und Filmen umfunktioniert. So habe ich jetzt eine große Auswahl altbekannter und neuer Stücke (u.a. der Twilight Soundtrack *schmacht*) um den Soundtrack meines Lebens zu kreieren.
Zudem ist dies ein wunderbarer Platz, seine rudimentären Französischkenntnisse aufzubessern, dank der unglaublich vielen Landesnachbarn. So bekomme ich vielleicht doch noch die Chance, mich erfolgreich bei Club Med zu bewerben und im Resort an der Ostküste zu arbeiten. Da hat mir das jahrelange Kataloge durchsuchen doch noch was gebracht...

Da ich ja am Montag in der Fabrikhalle als Packer anfange (also ein Job, den bei uns die netten Menschen aus den Osteuropäischen Ländern übernommen haben so wie Erdbeerpflücken) musste ich mir Stahlkappenschuhe besorgen. Die heißen hier übrigens steel capped boots ;-) falls euch das mal jemand fragen sollte. Einem heißen Tipp folgenden, bin ich auf den Queen Victoria Market gefahren und habe mich dort umgeschaut. Und tatsächlich hatte ich Glück, nun bin ich stolze Besitzerin von unglaublich gutaussehenden neuen Schuhen zu einem Bombenpreis O.o
Der Queen Victoria Market ist auch für alle anderen Belange des täglichen Lebens eine gute Adresse. Von Kleidung über Souveniers, "German Candle Holders" und Seifenblumen bekommt man ALLES... sogar Lebensmittel, wie sich das für einen Markt gehört. Meist sind diese hier auch deutlich günstiger als im Supermarkt.
Es gibt Schnellimbisse sämtlicher Nationalitäten, hier habe ich sogar zum ersten Mal in Australien Türkische Baklava entdeckt. Die werden natürlich getestet, sobald wieder Geld in der Kasse ist.

Unglaublicherweise war gestern schon wieder Freitagabend, das hieß: Zeit zum feiern! Da Julia gestern erfolgreich ihre Bartender Prüfung abgeschlossen hat, hat sie sich angeboten ein paar Cocktails auszugeben. Gemixt wurde dann Caipiroschka, Caipi mit Erdbeeren und das kann ich jedem empfehlen!!! Natürlich konnten wir die nicht auf leeren Magen trinken. Deshalb gab es mit Kichererbsen, Bohnen und scrambled Eggs gefüllte Tortillas. Eine sehr gute Grundlage.
Die Cocktails blieben allerdings nicht lange der vorerst erlesenen Runde von Hostelbewohnern veorbehalten. Nachdem auch andere von der Aktion mitbekommen haben, hat Julia ihre erste Erfahrung als reale Bartenderin gemacht und sogar Geld verdient (2$ pro Cocktail, kein allzu schlechter Preis^^).
Im weiteren Verlauf des Abends kamen auch noch meine Freunde Passion Pop (eine Art Sekt mit Pfirsichgeschmack) und Goon (Wein im Plastikbeutel umhüllt von Pappkarton, billiger gehts nicht) vorbei und haben mir den Kopf verdreht. Goon kann ich allerdings absolut nicht weiterempfehlen, die Kopfschmerzen kommen schon am Abend des trinkens und am nächsten Tag sagt einem der Magen wo's langgeht. Warum das so ist? Auch das haben wir gestern herausgefunden. Besagte Getränke werden mit Bestandteilen von Milch, Nüssen und FISCH hergestellt. Um welche Bestandteile es sich dabei handelt, möchte man aber lieber nicht so genau wissen...

In diesem Sinne, cheers!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen